Freitag, 23. Oktober 2015

Richard

Ich bin gerade auf ein Video, ein ganz kurzes, 
von Richard (seit 1960 in Deutschland) gestoßen, 
das ich, glaube ich, hier noch nicht veröffentlich habe. 

Ich habe Richard Anfang der 90iger Jahre
von einer älteren Dame übernommen. 
Nun werde ich auch immer älter und frage mich, 
wer wohl Richard versorgen/übernehmen wird, 
wenn ich mich nicht mehr um meine Schildkröten kümmern kann. 
Wem also Richard gefällt........... 

Und weil dieser Post so kurz ist,
hier noch was ganz Anderes,
im Prinzip auch Tierisches:
Sekundenschafe 

Samstag, 10. Oktober 2015

weitere Vorbereitungen für den Winter - oder.....

- oder ..... oder "Die Schildkröten zeigen mal wieder, 

dass sie Wildtiere sind." - oder....

"Wie mich meine Schildkröten mal wieder verwundern."

Das Männchen-Gehege habe ich heute nochmal verkleinert,
 hier im Vordergrund, denn 2 der Fünfjährigen suchten sich
 ihre Schlafplätze immer rechts im hohen Gras. 
Da die Nächte demnächst kühler werden und ich zudem 
auch fürchte, dass die Kleinen trotz der festen Erde sich 
dort eingraben könnten, ist der Bereich jetzt ausgesperrt. 
Das Gestrüpp um das Frühbeet herum habe ich auch entfernt.
 Sieht jetzt nackt aus, bietet aber hoffentlich keinen
 interessanten Schlafplatz mehr. 
Julchen ist das einzige bei den Männchen, 
das sich noch aktiv zeigte in den letzten Tagen 
und ist auch heute zu sehen, hat sogar etwas gefressen, 
als ich mit dem Fotoapparat unterwegs war. 
Deshalb habe ich noch Wildkräuter aus dem unbenutzten
 Gehege geerntet und vor das Frühbeet gelegt.

Das Haus ist Hermanns Überwinterungsplatz, 
aber derzeit noch von Richard bewohnt. 
Richard, der sich in der Männchen-Gruppe ja den Kleinen 
gegenüber so rüpelhaft benommen hat, 
dass ich ihn seit Wochen in dem Hermann-Gehege halte, 
damit die Kleinen vor der Starre keinen Stress haben. 
Hermann hat das andere Häuschen, sehen wir gleich noch, 
und er kann in den ganzen Garten, 
bleibt aber seit bestimmt 2 Wochen im Bereich 
seines Zweit-Häuschens, das er sehr liebt. 
Von daher ist es o.k., dass Richard sein Haus bewohnt. 
Richard kommt auch hin uns wieder noch heraus, 
wenn die Sonne scheint. 
Er geht immer recht spät in die Erde. 
Ich habe vor, ihn wieder in die Männchen-Gruppe zu setzen, 
wenn die Griechen-Männchen alle eingegraben sind. 
Dann kann er sie nicht mehr stressen.

In den anderen Bereichen herrscht seit langem Ruhe, 
keiner zeigt sich, keiner frisst. 
Ich hatte 3 Gehege durch Teilung hergestellt, 
Ihr erinnert Euch, entsprechend der 3 Frühbeete. 
Und ich hatte die Bereiche mit Sträuchern und Kräutern
 durch Halbpalisaden abgetrennt, 
damit sich dort niemand eingräbt. 
Heute habe ich aus den 3 Gehegen wieder eins gemacht 
und die unwegsamen Gebiete links und rechts wieder
 freigegeben und dort, wo ich gehe, nochmal kurz gemäht,
 damit ich keine nassen Füße/Schuhe kriege. 
Soweit - so gut. Das war heute Vormittag. Keine Sonne. 
Im letzten Frühbeet sind seit Tagen alle 5 Schildkröten
 vergraben. Hier liegt jetzt die Stohmatte drauf, 
das Frühbeet muss sich nicht mehr erwärmen.
Und ich habe den Eingang mit einem Brett verschlossen.

Rechts in der Ecke eines der beiden anderen Frühbeete. 
Hier zeigen sich ab und zu noch Tiere, verlassen aber 
das Frühbeet schon lange nicht mehr. 
Diese Frühbeeteingänge habe ich jetzt auch verschlossen. 
Ich decke noch keine Strohmatte drüber, 
damit sich der vordere Teil noch erwärmen kann, 
was einige Schildkröten noch immer nutzen.
Hermann in seinem heißgeliebten Zweithaus. 
Ach - Ihr seht ihn nicht? 
Ich geh mal näher ran:   
Da isser doch!


Ich finde es von großem Vorteil, 
dass ich vom Weg aus in den Schlafteil 
der Frühbeete gucken kann.

Hier seht Ihr einen Teil des Männchen-Geheges, 
der jetzt nicht zur Verfügung steht.

Und hier der kleine Bereich für die, 
die doch noch einmal frische Luft schnappen wollen.

Julchen hat gerade gefressen, bei bedecktem Himmel 
und 15 Grad, ein Stück Grünzeug klebt noch an der Nase.

Und nun kommt der Überraschungsteil vom Nachmittag:
Außer Julchen hab ich seit ca. 2 Wochen keine Schildkröte mehr
 fressen gesehen, auch nicht bei Temperaturen von über 20 Grad.
 In den Frühbeeten hab ich nicht gefüttert, 
die Tiere mussten schon raus kommen, 
wenn sie Hunger verspürten. 

Nun hatte ich heute 3 Romanasalate noch im Kühlschrank, 
die unbedingt gegessen werden mussten, 
eigentlich von Menschen.
Ich legte Julchen eine Hälfte vor den Frühbeeteingang - 
und Julchen hat diese doch recht große Menge im Nu verputzt.
Hm, die anderen Frühbeete waren ja bereits verschlossen, 
die nicht mehr fressenden Schildkröten lagen entweder im
 dunklen Schlafteil oder kamen in den vorderen Bereich, 
denn am Nachmittag setzte sich die Sonne durch, 
bis sich am Abend dann strahlend blauer Himmel präsentierte. 
Ich legte die restlichen Romanasalathälften in die sonnigen
 Frühbeetteile und staunte nicht schlecht, als meine doch seit
 Wochen nicht mehr hungrigen Schildkrötendamen 
gleich anfingen zu fressen. 
Schnell nahm ich eine Salathälfte wieder weg 
und legte sie Hermann vor das Frühbeet. 
Und siehe da, auch der alte Herr kam heraus und fraß. 
Das nenne ich mal Wildtiere! 
Gehen keinen Meter aus dem Frühbeet um zu futtern, 
es wächst sehr reichlich überall. 
Aber wenn ihnen was vor die Nase gelegt wird, 
dann schlagen sie zu. 
Mein Schildkrötenherz schlug schließlich so hoch, 
dass ich noch Salat aus dem Garten und Wildkräuter 
in die Frühbeete legte und dem Hermann noch Malve 
und Hibiskus serviert habe. 
Die Tiere haben mich so verblüfft, 
dass ich sie einfach heute verwöhnen musste. 
Schließlich sind schon einige weg, 
ohne sich zu verabschieden 
und die noch Wachen sehe ich auch bald lange nicht mehr.

Da versteht Ihr doch, dass ich sie noch verwöhnen wollte, oder?
Aber es zeigt sich auch wieder, 
dass Schildkröten sich nicht in ein Schema pressen lassen, 
dass sie machen, was SIE für richtig halten. 
Und wenn es denn gerade passt, dass sie dann auch fressen, 
was man ihnen vor die Nase legt, 
auch wenn sie ansonsten nichts mehr fressen. 
Und es macht auch nichts. 
Sie haben noch genügend Zeit, zu verdauen.
-
Vor Jahren habe ich meine Micki 
(die jetzt schon eingegraben ist) beobachtet, 
wie sie ganz viel gefressen hat 
und dann in der Nacht in die Tiefe verschwunden ist 
für den Winter. 
Klappt alles, wenn man die Tiere in Ruhe lässt.

 

Montag, 28. September 2015

herbstliche Fotos - diesmal von Peter

Am Ende findet Ihr einen Link zu meinen Fotos vom 

Zoo u. Reptilium Landau


Die warme Sonne hat heute Peter und den Fotoapparat 
zu den Blüten und Herbstfarben gelockt.
Nebenbei wurden auch einige Schildkröten zum Fotoobjekt. 
Die meisten Schildkröten zeigen sich nicht mehr. 
Schade, so ein Schildkrötenjahr geht so schnell zu Ende.













 


Hermann weidet.

Ei - wer fotografiert denn da?















Diese Nachzucht von 2010, ein schönes Männchen, 
zeigt sich noch jeden Tag.
Hier seht Ihr es in der Sonne zugewandter Schräglage. 
Für dieses und andere junge Männchen suche ich 
in den nächsten Jahren ein neues Zuhause.

Wer ihn kennt, erkennt ihn: Richard, der Mauren-Mann, 
gerade aus dem Häuschen gekommen.

Julchen (männlich) meint, dass es bequem sei, 
das Frühbeet zum Fressen nicht wirklich verlassen zu müssen. 
Tja, Julchen, das ist nur so bequem, 
weil der Fotograf die Blüten als Lockmittel ausgelegt hat.




Inzwischen hat ein anderes junges Männchen (NZ 2009) 
auch die Blüten entdeckt.

Richard ist jetzt auch im Gelände unterwegs.
Und wen es interessiert, der möge sich 
mit meinen Fotos mal anschauen. 
Anlässlich des Landauer Schildkrötentages 2015 
hatten die Teilnehmer freien Eintritt in den Zoo und ins Reptilium. 
Ich hab davon Gebrauch gemacht.
Es ist aber nicht alles schön anzusehen......

Freitag, 11. September 2015

Gehege-Verkleinerung im frühen Herbst u. Beobachtungen

Ich stelle fest, dass einige der jüngeren Schildkröten sich gerne unter Büschen, Steinen oder im hohen Gras für die Nacht zurückziehen anstatt, wie sonst meistens, in den Schlafteil der Frühbeete zu gehen. Wenn ich jetzt nicht aufpasse, dann kann es passieren, dass sie sich dort für den Winter eingraben. Und das ist mir gar nicht angenehm. Also treffe ich jetzt schon Vorkehrungen, trenne die "wilden" Bereiche in den Gehegen ab und habe so einen recht übersichtlichen Gehegeteil. Für die Schildkröten ist er so sehr übersichtlich, dass sie nachts lieber im Stroh im dunklen Frühbeetbereich liegen. Und dort dürfen sie, wann immer sie wollen, auch nach unten verschwinden.
Ja, und so sieht es dann jetzt aus:

Hier im Männchen-Gehege habe ich die Absperrung 
nur vorbereitet. Daher sieht man jetzt, 
dass man nichts sieht, hahahaha

Scherz beseite: hier sieht man es. 
Links vom Frühbeet steht jetzt eine Plexiglasplatte, 
rechts vom Frühbeet eine Seitenwand 
von einem alten Frühbeet. 
Wenn ich das Gehege verkleinere, 
setze ich nur an dieser rechten Seite 
eine weitere Platte ein, 
dann können die Tiere noch auf ca. 5 m² laufen, 
sich aber nirgends verstecken. 
Die Männchen sind länger aktiv, 
daher haben sie noch ihre Freiheit.

eine der Versteck-Plantagen im Männchen-Gehege

Hier eine weitere wilde Ecke, rechts Julchen und eine NZ 2010, 
(Nr. 26) gut getarnt, gleich aber näher zu sehen.


Die Nachtkerzen blühen nur noch ganz oben. 
Sie haben viele viele Wochen für leckere Blüten gesorgt.

Die Schildkrötengärten sind geöffnet.

Hier das Gehege von Hermann. 
Ein Ton-Blumenkasten ist sein Platz, 
um sich in der Morgensonne aufzuwärmen. 
Nein, er passt da nicht ganz rein!
In seinem Gehege sperre ich nichts ab,
denn Hermann geht ins Häuschen für den Winter. 
Noch ist sein Tor zum Garten (nicht sichtbar)
geöffnet, sodass er sich selten im Gehege aufhält.

Das große Gehege habe ich schon vor ein paar Tagen in 
3 kleinere Gehege unterteilt. 
Jedes Gehege hat sein eigenes Frühbeet. 
Die Tiere sind so verteilt, dass es in keinem 
Frühbeet Gedränge gibt. 
In diesem Gehege habe ich links und 
rechts alles abgetrennt, die Tiere haben jetzt 
nur noch den Mittelstreifen und den Futtergarten 
(links hinten, aber nicht zu sehen) zur Verfügung.

Der Hibiskus hat die Tiere auch viele Wochen mit 
leckeren Blüten und abgeschnittenen Zweigen versorgt.
Ach ja, es sind doch wieder viele Fotos geworden, 
hoffentlich nicht zu viele.
Hier jetzt der Schildkrötengarten, der eben nicht zu sehen war.

In dem ehemaligen Nachzuchtgehege, 
das inzwischen nicht mehr als solches genutzt wird, 
wächst auch vieles.

Von diesem (mittleren) Gehege aus ist der Futtergarten (ehemaliges NZ-Gehege) zugänglich. 
Rechts hab ich die Sträucher und Büsche abgetrennt.

Ja, und wer ist das? 
Es sitzt auf einem Stück Rinde, mit dem ich die Strohmatte auf dem Frühbeet des nächsten Geheges beschwert habe. 
Es hat seine Legeröhre in das getrocknete Moos gebohrt 
und - legt vermutlich Eier.

gigantisch, oder?

Ich bin fasziniert!
Da muss ich doch glatt ein Filmchen machen!
Da sitzt die Heuschrecke. 
Es ist ein Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima), Weibchen
Wir haben selten diese großen Heuschrecken hier.

Bei der Gelegenheit möchte ich nochmal erwähnen,
dass ich ja in jedem Frühbeet einen dunklen Schlafteil
eingerichtet habe, der immer mit einer Strohmatte
abgedeckt ist. Bis vor kurzem war auch der Teil,
den ich Sonnenstudio nenne, abgedeckt, aber jetzt im Herbst
darf sich das Frühbeet ruhig aufheizen.
Im Sommer sollen die Schildkröten in die 
"richtige Sonne" kommen, wenn sie sich aufwärmen.
Deshalb sind dann die Frühbeete dunkel.
So verhindere ich auch, dass die Weibchen vielleicht
ihre Eier im Frühbeet ablegen wollen.
Seit diesem Jahr könnten sie es auch gar nicht mehr,
da ich in einigen Zentimetern Tiefe 
Kaninchendraht ausgelegt habe. 
(Hatte nämlich ein Gelege dort gefunden, was bei mir 
Alarm ausgelöst hat, da ich ja keine Nachzuchten mehr 
haben möchte, erst recht keine Naturbruten, 
die dann evtl. Männchen werden.)

So, hier sind wir wieder im Gehege, 
wo die Heuschrecke auf der Rinde auf der Strohmatte sitzt. 
Ihr seht einen Hügel mit vielen Verkriechpflanzen, 
denn dort war das Gehege für die größeren NZ, 
so zwischen 100 und 200 g. 
Diesen Urwald habe ich jetzt auch abgetrennt, 
denn eine Kleine (sie läuft da hinten gerade rum und 
sucht einen Weg in die Wildnis) will sich dort vergraben.

Man sieht es so nicht, aber sie ist richtig schmutzig, 
denn sie hat auch bei dem letzten Regenwetter 
in einem Loch unter einer Pflanze im Matsch 
gelegen einige Tage.

Hier nun ein Blick auf das Gehege Nr. 3 mit der Heuschrecke.
 Man beachte meinen langen Schatten!

 

Auf der Rückseite des Eiablagehügels wächst 
noch viel Fressbares, was mich sehr freut.

Ich muss nochmal zur Heuschrecke.
Sie wird so schön von der späten Herbstsonne beschienen.

Inzwischen ist auch mein Mann mit seiner Kamera gekommen.

So lernt Ihr ihn auch mal kennen, hahahaha

Plötzlich ein Surren - und weg ist die Heuschrecke.
Ich kann auf dem Moos auch mit Makro nichts erkennen. 
Die kleinen runden "Körnchen" sind vermutlich Sand. 
Ihre Legeröhre hat sie ja tief in das trockene Moos gesteckt, 
da werden die Eier jetzt wohl kaum oben auf liegen.

der Eiablagehügel der Schildkröten gleich neben der Eiablage-Rinde der Heuschrecke :-)

Hinter das Frühbeet und den Eiablagehügel hatte ich 
einen Teil der Erde aus den Frühbeeten geschüttet, 
als ich diese erneuert hatte. 
Darauf hab ich dann Steine gelegt 
und inzwischen fängt es an zu grünen, 
denn Spitz- und Breitwegerich 
haben ihre Samen verstreut.

Die "schmutzige" Kleine hat auf dem Eiablagehügel 
gerade etwas Fressbares entdeckt.
Hier könnt Ihr sie im Video beobachten:

Franklyn sucht auch noch einen Snack.

Zwischen beiden mein langer Schatten.

Und Franklyn marschiert mal eben durch die Wasserschale.

Hier macht meine Absperrung einen Schlenker 
um einen Spitzwegerich herum. 
Franz(i) findet das toll und wird wohl hier übernachten 
- wie letzte Nacht.

Franzi
Noch ein Blick in die Männchen-Wohngemeinschaft: 
Julchen sucht sich auch noch einen Imbiss.
Hier im Video zu sehen:
 
Da leuchtet noch jemand im frühen Abendsonnenlicht.





Mein Mann und ich haben kürzlich 
eine liebe Schildkröten-Bekannte besucht. 
Sie hält 2 Alpakas. 
Wer sich für diese Fotos interessiert, 
möge hier mal schauen.
Ansonsten geht es bei meinen Schildkröten
noch weiter:

Und weil ich es so schön finde, hier nochmal Ansichten von oben:




Wer jetzt noch weitere Fotos, und zwar ganz brilliante Fotos, sehen möchte, die mein Gatte mit einer viel besseren Kamera als meine und mit viel mehr Fotografier-Erfahrung als ich sie habe, gemacht hat, sehen möchte, von der Heuschrecke, der gucke bitte weiter: