Freitag, 14. August 2015

meine neue Männchen-Gruppe

 
August 2015


Meine ersten Nachzuchten waren alle männlich. Damals wurde noch 28,5 Grad als Scheiteltemperatur angegeben. Ich hatte bei 30 Grad gebrütet, was natürlich viel zu niedrig war. Inzwischen weiß man, dass erst über 31,5 Grad (in einem gewissen Zeitraum während der Zeitigung) überwiegend Weibchen schlüpfen. Meine Angaben sind allerdings ohne Gewähr. Jedenfalls habe ich in den ersten Jahren sehr viele Männchen gezüchtet. Schon bald eröffnete ich die ersten Männchen-Gruppe. Ich habe Männchen verkauft, es kamen neue männliche Nachzuchten dazu, ich habe Tiere zurückgenommen, Abgabetiere aufgenommen. Von Herpes hatte ich damals noch nichts gehört. Also alle, die das jetzt lesen: Wenn Ihr Tiere aufnehmt, müsst Ihr unbedingt ein ganzes Jahr Quarantäne einhalten und die erforderlichen Herpestests sowie andere Gesundheitschecks bei einem reptilienerfahrenen Tierarzt machen lassen. Die Ansteckungsgefahr durch Herpes ist nicht zu unterschätzen. Immer wieder hört man von ganzen Beständen an Landschildkröten, u.a. auch bei Großzüchtern, wo das Virus ausgebrochen ist. Ich möchte hier nicht weiter über Herpes informieren, das Thema ist zu umfangreich. 

Meine Männchen-Gruppen waren also immer wieder anders zusammengesetzt. Hin und wieder gab es Probleme. Meinen Bobby, eine meiner ersten beiden Schildkröten, musste ich schweren Herzens abgeben, denn er fegte mir die ganz Gruppe immer durcheinander. Er lebt aber ganz in der Nähe.

Der männliche maurische Richard ist nach wie vor nicht unproblematisch. Ich hab ihn seinerzeit als weibliche Griechische Landschildkröte von älteren Leuten übernommen. Er ist ein alter Wildfang, eine Graeca Ibera, nachweislich seit mindestens 1960 in Deutschland, fit wie ein junger Hund. Manchmal war er in der Männchen-Gruppe, manchmal frei im Garten mit Hermann, manchmal eine Zeitlang alleine.

Nun züchte ich schon seit 2010 nicht mehr. Alle Männchen der Vorjahre hatten eine neue Bleibe gefunden, Richard sein eigenes neues Gehege, das männliche Julchen (Boettgeri, Wildfang) war bei den Weibchen. Ich war glücklich ohne "Männer-WG".

Da sich einige der NZ 2010 -und zwar mehr als ich vermutet hatte- als Männchen geoutet haben, habe ich dieses Frühjahr wieder eine Männchengruppe aufgemacht - mit Richard. Leider spielt er nur zu gern mit den Kleinen Fußball, schubst sie durch die Gegend. So lange keine unnachgiebige Stelle da ist und die Kleinen immer ein Stück weiter "fliegen", versuche ich, die Geräusche zu überhören, ansonsten greife ich ein. Es klappt aber irgendwie. Mit Julchen klappt es ohnehin, sowohl mit den Kleinen wie mit Richard, von einigem Dominanzverhalten mal abgesehen. 

Nun, Ihr wollt doch weitere Fotos sehen, klar!

Obwohl überall was wächst (nicht im Bild) 
füttere ich jeden Tag zu.
Heute hab ich das Futter nicht im Gehege verteilt 
und die Tiere alle ans Futter gesetzt fürs Foto.

Ich füttere jeden Tag zu, DAMIT überall was wächst. 
So können die Tiere ihrem Weidegang nachgehen.
Im Film könnt Ihr die Tiere hier nochmal sehen:
Leider hatte ich das AGROBS mit Möhren schon vorher serviert, so gehen sie jetzt nicht dran. 
Das Schüsselchen war hoch voll.
Die kleinen Männchen sind nach der nächsten Starre zu haben, 
einzeln oder zu zweit (ohne Weibchen) 
oder zu mehreren Weibchen oder .....

Mehr zu meiner Schildkrötenhaltung hier

Mittwoch, 12. August 2015

Bearbeitung des Eiablagehügels

Um sicher zu gehen, dass ich alle Gelege gefunden habe 
und keine Eier im Ablagehügel verfaulen, trage ich nach 
der Legesaison den Hügel ab. 
Dabei entferne ich ungewollten Bewuchs und Wurzeln. 
Der Hügel ist nach unten durch verkunststofften 
Kaninchendraht begrenzt und seitlich durch Teichfolie. 

So sieht der Hügel Mitte August aus.

Auf einer Folie lagere ich einen Teil der Erde.
Dann schaufle ich innerhalb des Hügels die feste Erde 
von rechts nach links.
Natürlich bieten sich Helfer an.
Hier verschwindet gerade wieder einer.



So, alles fertig. Glücklicherweise hab ich nichts gefunden.

 Etwas Schafgarbe habe ich wieder eingepflanzt, 
denn so ganz kahl sollte der Hügel ja doch nicht sein. 
In den Ecken unten liegen flache Steine, 
weil da niemand graben soll. 
Der Kaninchendraht liegt nämlich nur ca. 5 cm darunter.
 

 

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Die letzten Tage habe ich die Schildkrötengärten bearbeitet. 
Im Urlaub waren sie geöffnet und sind abgeweidet worden.
Stehengeblieben war das, was die Schildkröten nicht mögen 
und jede Menge Giersch, den ich seit Jahren nicht los werde.
So sieht nun der bearbeitete Garten aus, in dem ich das eine 
oder andere Pflänzchen eingepflanzt habe und Wildkräuter 
sowie großblättrigen Feldsalat ausgesät habe. 

 

Heute habe ich die üppig gewachsenen Hibiskusbüsche beschnitten und die Zweige in den Gehegen verteilt. 
Lecker!